Berggorilla-Population steigt auf 1.063 Individuen

Mutter und Kind in inniger Umarmung © MONDBERGE/Andreas Klotz

Endlich mal wieder gute Nachrichten für den Artenschutz! Eine neue Zählung im Bwindi-Wald in Uganda und im direkt angrenzenden Sarambwe-Reservat in der Demokratischen Republik Kongo hat ergeben, dass dort die Anzahl der stark gefährdeten Berggorillas von zuletzt 400 (Zählung 2011) auf 459 Tiere gestiegen ist.

Berggorillas leben nur in zwei Gebieten weltweit. In eben dieser Bwindi/Sarambwe-Region und im Dreiländereck von Ruanda, Kongo und Uganda rund um die Virunga-Vulkane. Dort wurden zuletzt im Jahr 2016 genau 604 Berggorillas gezählt. Aufgrund gleicher und immer genauerer Zählmethoden – unterstützt durch genetische Untersuchungen – weiß man jetzt also ziemlich genau, dass es noch 1.063 Berggorillas weltweit gibt.

2009 lag diese Zahl noch bei offiziell 720 Exemplaren, fast genau nur zwei Drittel der jetzigen Zahl. Ein Teil dieser großen und sehr erfreulichen Differenz ist sicher durch genauere Zählmethoden zu erklären – aber es ist auch eine Tatsache, dass die jahrzehntelangen Schutzbemühungen und der Gorilla-Tourismus mit dazu beigetragen haben, dass sich die Anzahl der Berggorillas kontinuierlich erhöht. Es kann also funktionieren, wenn man es nur will …

Auch wenn die Zahl der Berggorillas immer noch sehr gering ist, freuen wir uns über diese Entwicklung. Trotz guter Nachrichten, kann noch keine „Entwarnung“ gegeben werden. Die uns so nah verwandten Tiere leben teilweise in einer politisch sehr instabilen Region (Ostkongo) und illegale menschliche Aktivitäten wie Wilderei oder Holzeinschlag gibt es natürlich nach wie vor.

Wenn Sie mehr über diese faszinierenden Menschenaffen und das Land in dem sie leben erfahren möchten, dann lesen Sie die „Perle Afrikas“, den neuen großen Fotobildband über Uganda. Die Gewinne aus dem Verkauf fließen vollständig in Hilfsprojekte zum Schutz der Berggorillas und deren Lebensraum. Hier können Sie das Buch direkt bestellen.

Vater und Sohn beim entspannten Spiel © MONDBERGE/Andreas Klotz
Ein nachdenklicher Berggorilla © MONDBERGE/Andreas Klotz
Junger Berggorilla im Bwindiwald © MONDBERGE/Andreas Klotz
Der Chef im Wald: Ein mächtiger Silberrücken © MONDBERGE/Andreas Klotz

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