Eine Tragödie: vier Berggorillas wurden in Uganda vom Blitz getroffen

©Andreas Klotz/Mondberge.de

Auf den Tag genau nur eine Woche nachdem einer der Herausgeber des Mondberge-Magazins die Hirwa-Berggorilla-Familie im Mgahinga-Nationalpark ganz im Süden Ugandas besucht hatte, gab es dort am 3. Februar ein schweres Unwetter mit Gewitter, wodurch vermutlich bei einem Blitzeinschlag vier Berggorillas dieser Familie ums Leben kamen. Sie sind von Rangern der UWA (Uganda Wildlife Authority) tot aufgefunden worden.

„Das ist ein großer Verlust“, so Andreas Klotz, der dort gerade erst einen besonders emotionalen Moment mit diesen Gorillas erleben durfte. Sämtliche Bilder dieses Artikels zeigen diese Gorillagruppe, wir konnten bisher aber noch nicht feststellen ob die Fotos auch die getöteten Tiere zeigen. Drei erwachsene Weibchen (eins davon schwanger) und ein männliches Jungtier sind gestorben – somit hat die Gruppe jetzt nur noch 13 Mitglieder.

Erst im August des vergangenen Jahres ist diese recht große Gruppe von Berggorillas aus dem Nachbarland Ruanda nach Uganda „eingewandert“. Vorher lebte im Mgahinga-Nationalpark nur eine habituierte (an Menschen gewöhnte) Gorillafamilie, die von Touristen besucht werden konnte. Der Name „Hirwa“ bedeutet im ruandischen so viel wie „The Lucky One“ – diesmal hatten sie wohl wirklich schlimmes Pech …

Berggorillas gehören zu den seltensten Tieren unseres Planeten, sind vom Aussterben bedroht und leben nur in der Region des Dreiländerecks von Ruanda, der Demokratischen Republik Kongo und Uganda in vier verschiedenen Nationalparks. Zuletzt war die Zahl auf über 1.060 Exemplare gestiegen (Mondberge hat berichtet). Jedes einzelne Tier zählt! In der roten Liste der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur wird die Art als „kritisch gefährdet“ geführt.

©Andreas Klotz/Mondberge.de
©Andreas Klotz/Mondberge.de

Andreas berichtet weiter: „Das Gorillatracking zu der Hirwa-Familie war sehr besonders für mich. Noch niemals zuvor habe ich beobachten können, wie eine ganze Familie aus dem dichten Gebüsch oder dem Wald auf eine freie Fläche kam. Es dauerte nicht mal eine Minute, bevor alle wieder im fast Dunkeln verschwanden.“ Genießen Sie einfach die Bilder, so wie er den Moment als er sie aufnahm …

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