© Areti Kominou

Geisternetze gefährden die marine Artenvielfalt

Ghostfishing, also Geisterfischen, ist, was Angelausrüstung macht, wenn sie verloren gegangen oder weggeworfen und im offenen Meer zurückgelassen worden ist. Was abstrakt klingt, tötet jährlich Millionen von Meerestiere. Netze, lange Angelschnüre, Fischfallen oder andere vom Menschen gebaute Vorrichtungen dezimieren eh schon erschöpfte Fischbestände, ohne das irgendjemand von den Fängen profitieren würde. Gefangene Fische sterben und ziehen Jäger und Aasfresser an, die wiederum in den selben Netzen verenden. Ein Teufelskreis.

Mission „Stone & Pots“ – Erste Geisternetzbergung in Irland

Vom 3. bis 6. September startet die niederländische Ghost Fishing Stiftung gemeinsam mit der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.  (GRD) die erste Bergung von Geisternetzen an der irländischen Westküste. Grundsätzlich ist das Fischen dort verboten. Erkundungstauchgänge im Mai diesen Jahres zeigten jedoch, dass unzählige Hummerreusen auf dem Meeresboden verteilt liegen, deren Fangkörbe und Befestigungsseile ohne Unterlass weiterfischen und Haie, Fische, Delphine und Krebsstiere töten. Die Mission „Stone & Pots“ wird von ehrenamtlichen Tauchern der Tauchschule „Scubadive West“ im irischen Galway organisiert. Sechs hochqualifizierte Technische Taucher durchkämmen die Küstengewässer und bergen ghost gear wie verlassene Hummerfallen, kappen Seile und befreien die irische Westküste von den Tücken und Gefahren für Delfine, Wale, Haie und vieler weiterer Meeresbewohner.

Weitere Informationen zur Mission „Stone & Pots“ gibt es auf:
https://www.facebook.com/ghostnetsIreland

Die Mission wird ermöglicht durch die Unterstützung von:
Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD), LUSH GmbH Fresh Handmade Cosmetics, Tauschen – Award der Zeitschrift Tauchen und Dapper Tatoo.

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