Krauskopfpelikan – Mondberge-Artenschutz-Kalender 2013 © Bollmann

Krauskopfpelikan(Pelecanus crispus)

Für alle, die mehr über diese Tiere erfahren wollen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Krauskopfpelikan

Pelikane sind große Wasservögel. Der Krauskopfpelikan ist die größte Art dieser Gattung. Während der Brutzeit setzt sich das auffällig silberweiße Federkleid des Krauskopfpelikans stark von den orangeroten Kinnbacken und dem Kehlsack ab. Ein Kamm von gelockten Nackenfedern lässt diesen majestätischen Vogel beinahe komisch wirken. Der Krauskopfpelikan ist mit einer Körperlänge von bis zu 183 cm, einem Gewicht von 13 bis 15 kg und einer Flügelspannweite von maximal 350 cm eine der größten noch lebenden Vogelarten.

Alle acht Pelikan-Arten leben in der Nähe von Gewässern. Krauskopfpelikane fischen am Morgen und Spätnachmittag – stets in der Nähe ihrer Rastplätze. Dort findet man sie alleine oder in kleinen Gruppen, wie sie mit ihren Schnäbeln unter Wasser fischen. Der große Kehlsack am Unterkiefer wird zum Fangen von Fischen, Lurchen, Krebstieren, ja sogar Vögeln verwendet.

Der Krauskopfpelikan kommt in Seen, Flüssen und in Mündungsregionen vor. Vögel aus Osteuropa überwintern im östlichen Mittelmeerraum, während die Pelikane, die sich im Sommer in Russland und Zentralasien aufhalten, im Winter im Iran, Irak und auf dem indischen Subkontinent zu finden sind. Im Frühjahr beginnt die Brutsaison. Die Nester werden aus Schilf, Gras und kleineren Stöcken angefertigt.

Die kleinen Brutkolonien findet man üblicherweise auf Inseln oder dichtbewachsenen Matten mit aquatischer Vegetation. Normalerweise werden zwei Küken von beiden Elternteilen aufgezogen, bis sie nach 75 bis 85 Tagen flügge werden. Die Jungvögel werden im dritten oder vierten Jahr geschlechtsreif.

Weltweit gibt es schätzungsweise 10.000 erwachsene Krauskopfpelikane. In Rumänien allein soll es früher Millionen dieser Vögel gegeben haben. Der Rückgang der Pelikan-Populationen während der letzten drei Generationen geht auf die Zunahme der Lebensraumzerstörung, Bejagung (vor allem durch Fischer), Wasserverschmutzung, Zusammenstöße mit elektrischen Leitungen und Überfischung zurück. Aus diesen Gründen wurde der Krauskopfpelikan auf der Roten Liste der IUCN in die Kategorie „gefährdet“ aufgenommen und im Anhang I von CITES gelistet. Einige Maßnahmen gegen die bedeutendsten Bedrohungen konnten bereits erfolgreich durchgeführt werden. Initiativen setzen sich in besonders gefährdeten Bereichen für die Markierung oder Entfernung von elektrischen Leitungen ein – oder sie fördern den Aufbau von Brutplattformen in der Türkei, in Bulgarien, Rumänien und Griechenland.


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