Schwalbenschwanz © Markus Gebel

Schmetterlinge (Lepidoptera)

Für alle, die mehr über diese Tiere wissen wollen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schmetterlinge

Es gibt über 180.000 Arten, 127 Familien und 46 Überfamilien von Schmetterlingen – und doch sind viele Arten vom Aussterben bedroht. Schmetterlinge zählen nach den Käfern die an Arten zweitreichste Ordnung im Kreis der Insekten. Jährlich werden ca. 700 Arten neu entdeckt, die auf allen Kontinenten bis auf der Antarktis verbreitet sind.

Ein Schmetterling misst ca. 1,5 bis 100 Millimeter. Die Flügelspannweite kann jedoch bis zu 30 Zentimeter betragen. Das äußere Schmetterlingsskelett besteht aus Chitin. Der Kopf besteht aus den Fühlern, den Augen und meist einem Mundwerkzeug – meist einem Saugrüssel. An die Brust – auch Thorax genannt – sind die Flügel angegliedert. Sie sind meist sehr groß und zart und dominieren die gesamte Gestalt des Falters.

Schmetterlinge haben die Fähigkeit sich an ein breites Spektrum von Umweltbedingungen anzupassen und kommen somit fast überall vor. Die Begrenzung des Lebensraums ist artspezifisch und abhängig von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und dem Vorkommen an Raupenfutter.

Leben sie in Klimazonen, in denen es kalte Jahreszeiten gibt, so müssen sie bei einer längeren Lebensdauer überwintern. Hierzu verharren sie regungslos in hohlen Bäumen oder auch Tierbauten.

Der Schmetterling durchläuft insgesamt vier Entwicklungsstadien bevor man ihn als erwachsenen und voll entwickelten Schmetterling ansehen kann. Das Ei, welches das erste Stadium darstellt, ist eines der komplexesten der Insektenwelt, da es in der Oberflächenbeschaffung, der Form und der Größe viele Unterschiede gibt. Schlüpft die Raupe aus dem Ei, beginnt die zweite Entwicklungsphase.

Hier wird bestimmt, wie der Schmetterling nachher beschaffen ist, da der Falter meist keine wirkliche Nahrung mehr aufnimmt, sondern die Raupe das eigentliche Fressstadium des Schmetterlings ist. Die Raupe puppt sich ein, um durch das dritte Stadium als Puppe dann endlich zum letzten Entwicklungsstadium als Falter das Ziel erreicht hat.

Als Pflanzenfresser sind Schmetterlinge eng an Vegetationsperioden gebunden, welches sich jedoch eher als Problem für das Raupenstadium darstellt. Eine Raupe ernährt sich je nach Art von Blättern, Nadeln, Blüten, Samen oder auch Früchten. Ein entwickelter Schmetterling nimmt meist nur flüssige Nahrung (z.B. Blütennektar, aber auch Schweiß, etc.) durch den Saugrüssel auf.

Besonders der Verlust von Lebensräumen – oftmals in Europa – stellt für den Schmetterling eine große Bedrohung dar. Feuchtgebiete werden entwässert, Offenland aufgeforstet oder bebaut und die Landwirtschaft wird intensiviert – dadurch gelten nur 50 % aller in Deutschland vorkommender Arten als nicht gefährdet – 2 % sind sogar schon ausgestorben. Auch Schmetterlingssammlungen bedrohen die Artenvielfalt.


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