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Sorge um Sicherheit: Virunga-Nationalpark vorerst geschlossen

Nach der Entführung eines britischen Ehepaars vergangener Woche, bleibt der Virunga-Nationalpark im Ost-Kongo für Touristen aus Gründen der Sicherheit bis zum 4. Juni geschlossen.

Der 7835 km² große Virunga-Nationalpark liegt angrenzend an Ruanda und Uganda im Norden der Demokratischen Republik Kongo und umfasst eine der Regionen mit der größten Artenvielfalt Afrikas. Gleichzeitig hat er einen Platz auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes. Bekannt ist er vor allem durch die vom Aussterben bedrohten Berggorilla, die im Länderdreieck ihre Heimat haben. Der Parkverwaltung zufolge konnten seit 2014 mehr als 17.000 Besucher verzeichnet werden; erfreulicherweise, denn die durch den Tourismus erwirtschaften Gelder tragen zum Schutz der gefährdeten Gorilla bei.

Rangerin bei Überfall durch Miliz getötet

Geprägt von bewaffneten Konflikten wie der Kongokriege oder dem Völkermord in Ruanda, ist die Region um den Virunga-Nationalpark immer noch Rückzugsgebiet für verschiedene paramilitärische Gruppierungen. Nicht zum ersten Mal kam es bei der Entführung eines britischen Ehepaars zu einem Gewaltkonflikt, bei dem vergangene Woche eine Rangerin getötet worden ist. Das Ehepaar wurde schnell frei gelassen. Aus Sicherheitsgründen bleibt der Park jedoch vorerst geschlossen. Das auswärtige Amt hatte für den Ost-Kongo vor längerer Zeit schon eine Reisewarnung ausgesprochen. Allerdings stellen die Milizen nicht nur für Touristen eine reale Gefahr dar. Immer wieder kommt es zu Übergriffen auf im Nationalpark arbeitende Ranger/innen.

Der 1925 gegründete und somit älteste Virunga-Park wird nach Beruhigung der Situation und Wiederherstellung der Sicherheit ab dem 5. Juni wieder geöffnet.


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