(C) Andrea Izzotti

Sozialverhalten:Delfine trauern um ihre Liebsten

Trauer ist in Delfingesellschaften bereits mehrfach dokumentiert worden, auch wenn es kein Leichtes ist das Trauerverhalten der Meeressäuger zu beobachten. Vor ein paar Tagen jedoch ging ein Fall um die Welt, der die Abschiedsgeste einer Delfinmutter zu ihrem verstorbenen Kind dokumentiert und die Vermutung bestätigt, dass sich auch Delfine in die Gefühls- und Gedankenwelt anderer Individuen hineinversetzen können. 

Die Bindung von Mutter und Kind – und das Bewusstsein für den Tod 

Über eine Woche schon beobachten Tierschützer vor der Küste der neuseeländischen Bay of Islands, wie eine Delfinmutter ihr verstorbenes Jungtier mit sich führt. Nicht das erste Mal, dass solch ein Fall dokumentiert wird. An den Küsten der Provinz Guanxi machten Touristen im Sommer 2012 die herzzerreißende Beobachtung einer Delfinmutter, die ihr durch eine Schiffskollision getötete Baby auf dem Rücken ins offene Meer hinaus trug, wo es seine letzte Ruhe finden sollte. Die starken Strömungen rissen ihr das Kind immer wieder vom Rücken, was den Transport besonders anspruchsvoll machte. Drei Tage bleibt die Delfinmama insgesamt bei ihrem Kind bevor sie für immer Abschied nimmt. 

Ähnliches bezeugen aktuell die Tierschützer vor Neuseeland. Über eine Woche trägt das Weibchen ihr Kind auf dem Rücken und versucht mittels der typischen Pfeiflaute die Kommunikation zu ihrem verstorbenen Jungtier aufzunehmen. „Die Delfinmutter trauert und benötigt hierfür ihren eigenen Raum und Zeit“, meint Dr. Catherine Peters vom Department für Conservation.

Für viele Forscher sind die beschriebenen Vorkommnisse Indizien für einen bewussten Trauerprozess, den Delfine beim Verlust enger Angehöriger erfahren. Die Säuger hätten ein Bewusstsein für den Tod, das durchaus vergleichbar sei mit menschlicher Emotion. 

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