Symbolbild: Tiger – Mondberge Artenschutzkalender 2015 © Hanel

Tiger (Panthera Tigris)

Der Tiger ist die größte und majestätische Raubkatze der Erde und gilt als das Symbol für Artenschutz. Er wird unterteilt in sechs Unterarten: Sibirischer Tiger, Königstiger, Südchinesischer Tiger, Indochinesischer Tiger, Sumatratiger, Malaysischer Tiger. Drei weitere Unterarten (Balitiger, Kaspischer Tiger und Javatiger) sind bereits ausgestorben und für immer von der Bildfläche verschwunden.

Charakteristisch für den Tiger ist sein auf der Oberseite goldgelb bis rotbraunes Fell was mit einem dunklen Streifenmuster bedeckt ist. An der Unterseite, sowie Teile des Gesichts und die Innenseiten der Beine sind weiß bzw. hellbeige. Tiger haben je nach Unterart eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 140 und 200 Zentimetern, wobei der Schwanz zusätzlich nochmals bis zu 90 Zentimeter lang wird. Männliche Tiger wiegen bis zu 250 Kilogramm, während das Weibchen deutlich leichter ist.

Der Lebensraum des Tigers ist verstreut vom Himalaja bis zur malaysischen Halbinsel, Sumatra, China und Russlands Fern Osten. Der Tiger lebt in den unterschiedlichsten Lebensräumen – von tropischen Regenwäldern, über Grasländer und Sumpfgebiete bis hin zu borealen Wäldern.

Tiger sind in der Dämmerung bzw. nachtaktiv und in der Regel Einzelgänger. Sie legen oftmals lange Strecken zurück, um auf Beutejagd zu gehen. Tiger favorisieren größere Huftiere wie Hirsche und Wildschweine.

Tiger haben keine bevorzugte Fortpflanzungszeit. Nach einer Tragzeit von durchschnittlich 103 Tagen bringen die Weibchen ca. zwei bis fünf Junge bevorzugt in geschützten Stellen im Dickicht, im hohen Gras, zwischen Felsspalten oder in Höhlen zur Welt. Nach 18 bis 20 Monaten sind die Jungtiere unabhängig, leben aber noch einige Zeit in der Nähe ihrer Mutter. Die Lebenserwartung liegt bei frei lebenden Weibchen bei neun Jahren.

Bis in die 1970er Jahre wurde der Tiger intensiv gejagt, sodass die Population von rund 100.000 Tieren weltweit (1920) auf 4.000 Individuen zusammengebrochen ist. Durch zahlreiche Schutzmaßnahmen ist es gelungen, den Bestand wieder ein wenig zu erhöhen, jedoch schätzt man die heutige Population auf nur noch 3.000 bis 5.000 wild lebende Tiger.

Aber nicht nur Wilderei stellt eine Bedrohung dar. Auch illegaler Handel sowie der Lebensraumverlust bedrohen die Tigerpopulationen weltweit enorm.


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