Walhai © Hettich

Walhai (Rhincodon typus)

Für alle, die mehr über diese Tiere erfahren wollen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Walhai

Der Walhai ist ein sich langsam bewegender Filtrierer und die größte lebende Fischart. Walhaie erreichen eine Länge von bis zu zwölf Metern und ein Gewicht von bis zu zwanzig Tonnen. Walhaie sind in allen tropischen und gemäßigten Ozeanen heimisch. Während des Tages halten sich die Tiere zur Futtersuche an der Meeresoberfläche bei Temperaturen zwischen 21 und 30 °C auf. In der Nacht oder beim Überwinden großer Distanzen können sie bis in Tiefen von 700 Metern absteigen. Aktuelle wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Tiere mehrjährige und sehr lange Wanderungen zwischen Ozeanbecken absolvieren. Walhaie werden als Einzelgänger oder in Gruppen, die hunderte Individuen umfassen können, beobachtet. Letzteres tritt auf, wenn Nahrungsquellen wie Plankton oder Krabbenlarven lokal sehr reichlich vorhanden sind.

Um über 600 Kubikmeter Wasser pro Stunde zu filtern, durchschwimmt der Walhai mit seinem geöffneten, 1,5 Meter breiten Maul das Meer. Die Tiere suchen aktiv Bereiche mit hohen Konzentrationen von Plankton, Krill, kleinen Fischen und Tintenfischen auf. Dort filtrieren sie das Wasser, indem sie es durchschwimmen oder aktiv einsaugen. Schwarze, zehn Zentimeter lange, siebartige Filtermatten dienen dazu, die Nahrung aus dem Wasser zu gewinnen. Vermutlich zur Ablösung der heraus-gefilterten Nahrung aus den Filtermatten wurden Walhaie beim „Husten“ beobachtet. Die vielen Reihen von rudimentären Zähnen spielen keine Rolle bei ihrer Ernährung.

Walhaie leben 70 bis 100 Jahre und erreichen die Geschlechtsreife mit etwa 30 Jahren. Sie sind ovovivipar, was bedeutet, dass sich die befruchteten Eier im Körper des Weibchens entwickeln. Dieses bringt dann lebende Junge zur Welt, die zwischen 40 und 60 cm lang sind.

Trotz seiner Größe stellt der Walhai keine Gefahr für den Menschen dar. In Gebieten, in denen es zu saisonalen Ansammlungen von Walhaien kommt, werden sie zum Ziel der kommerziellen Fischerei. In mehreren südostasiatischen Ländern werden die Populationen durch Harpunenfischerei dezimiert. Die Tiere werden zu Lebensmitteln, Lederprodukten, Nahrungsergänzungsmitteln und Mitteln für die traditionelle chinesische Medizin verarbeitet. Die weltweite Populationsgröße ist unbekannt, aber die Art gilt als gefährdet und wird in der Roten Liste der IUCN und im Anhang II von CITES aufgeführt. Schutzinitiativen resultieren auch aus der Tatsache, dass sich der Tauchtourismus und das Shark watching seit Kurzem in Thailand, Südafrika, auf den Seychellen, in Mosambik, in Honduras, den Malediven und vor Australien touristisch lukrativ entwickelt.


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