Andreas Klotz (links) und Michael Matschuck, gemeinsam mit der Gorilla-Forscherin Martha Robbins im Bwindi Impenetrable Forest in Uganda auf der Suche nach Berggorillas. © Andreas Klotz

Mondberge –ein Medien-Charity-Projekt für den Umwelt-, Natur- und Artenschutz

Starke Partner und Unterstützer von Beginn an sind die TiPP4 Werbeagentur aus Rheinbach bei Bonn, das Essener Druck-und Medienhaus druckpartner sowie der Papierhersteller Sappi Fine Paper und der Reiseveranstalter Wigwam als Sponsoren. Ein weiterer wichtiger Mentor und mittlerweile Freund ist der deutsche Schauspieler und Dokumentarfilmer Hannes Jaenicke.


Was macht Mondberge?

Das Mondberge-Projekt generiert durch die Produktion und Vermarktung verschiedener Medienprodukte wie Büchern, Vorträgen, dem mittlerweile schon „legendären“ und mehrfach preisgekrönten Artenschutz-Wandkalender und dem MONDBERGE-Magazin, Gelder für konkrete soziale Hilfsprojekte, um damit einen Beitrag zum Natur- und Artenschutz zu leisten.

Ziel ist es, journalistisch zu dokumentieren, eine breite Öffentlichkeit zu informieren, zu unterhalten, aufzuklären und zu begeistern. So soll Bewusstsein geschaffen und zu persönlichem Engagement, partnerschaftlichen Beteiligungen, Sponsoring oder Förderung aufgefordert werden. Dieses Projekt zu unterstützen heißt, den Menschen vor Ort zu helfen und zum Schutz von bedrohten Arten unserer Erde wie zum Beispiel Berggorillas, Geparden, Papageien, Tigern oder Elefanten beizutragen.

Ein beeindruckender Berggorilla-Silberrücken. © Andreas Klotz

Wie entstand Mondberge?

An Weihnachten 2007 skizzierte Andreas Klotz eine spontane Idee – er nannte es das „Uganda-Buch-Projekt“. Gemeinsam mit ein paar gleichgesinnten Hobbyfotografen wollte er in den Südwesten Ugandas fahren, dort zu Fuß das Ruwenzori-Gebirge (die legendären Mondberge) erkunden, auf Foto-Safari gehen und die letzten Berggorillas im Regenwald Zentralafrikas besuchen. Im Anschluss sollte ein hochwertiger und informativer Fotobildband produziert und langfristig vermarktet werden, um dessen Erlöse für den Gorillaschutz zu spenden.

Andreas Klotz bei den Berggorillas. © Thomas Weinhold

Wigwam schickte ihn mit einer Reisegruppe auf den Weg und brachte ihn darüber hinaus gezielt auch an entlegenere Orte.

Zurück aus Uganda, wurde sofort die Foto-Reise für das Buch geplant und Januar 2009 als Termin festgelegt. Sechs weitere Gleichgesinnte fanden auf den unterschiedlichsten Wegen zusammen. Radmila Kerl, Claudia Matschuck, Harald Lydorf, Detlef Neufang, Frank Hanel und Sigmund Göltz machten sich schließlich gemeinsam mit Michael Matschuck und Andreas Klotz am 9. Januar 2009 nach Afrika auf. Es folgten drei ereignisreiche Wochen in Uganda, darunter neun anstrengende Tage im Ruwenzori und viele Besuche bei habituierten Berggorillas im Bwindi Impenetrable Forest Nationalpark.

Im Ruwenzori-Gebirge, den „Mondbergen“. © Andreas Klotz

Um es vorwegzunehmen: Die Idee wurde in vollem Umfang – und weit darüber hinaus – Wirklichkeit! Zuerst suchte er Partner und Sponsoren. Ein engagierter Reiseveranstalter musste gefunden werden, ebenso eine geeignete Druckerei. Mit Wigwam und druckpartner fand er nicht nur beides, sondern es entstanden enge Freundschaften, insbesondere zu Michael Matschuck, Geschäftsführer der Druckerei, der nicht nur gleich mitkam nach Uganda, sondern auch noch den Papierhersteller Sappi motivierte, sich in diesem Projekt zu engagieren. Einer Recherche-Reise von Andreas Klotz im August 2008 stand nichts mehr im Wege.

Das Kernteam von Mondberge im Januar 2009 in Uganda. © Detlef Neufang

Aus über 6.000 Fotos wurden schrittweise 300 ausgewählt, Texte geschrieben, Layout und Druck routiniert professionell umgesetzt – so konnte bereits im Juli 2009 der Fotobildband „Perle Afrikas“ erscheinen. Im November 2009 war es dann soweit: In Ruhija, einem kleinen Dorf direkt am Bwindi-Nationalpark gelegen, wurde das erste Hilfsprojekt gestartet. Mehrere Teammitglieder flogen noch einmal nach Uganda und trafen sich mit der amerikanischen Gorilla-Forscherin Martha Robbins, die für das Max-Planck-Institut in Leipzig arbeitet und seit mehr als 20 Jahren (Stand 2018) an Berggorillas forscht, und einigen ihrer ugandischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort. Initiiert wurden der Kontakt von der Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V. (www.berggorilla.org), die bis heute die Auswahl und Abwicklung der Hilfsprojekte übernimmt.


Emily Turinawe © Andreas Klotz

Was hat Mondberge bisher erreicht?

Mit dem Mondberge-Hilfsprojekt wird seitdem dazu beigetragen, die Bevölkerung aufzuklären, damit sie den Nationalpark akzeptiert und seinen Wert erkennt – mit einem Schwerpunkt auf dem Schutz des Waldes und der Berggorillas. Aufklärung und Information für die einheimische Bevölkerung und Touristen stehen im Mittelpunkt. Die Mitglieder der Dorf-Community werden in alle Maßnahmen eingebunden. Mitarbeiter sind unterwegs, um in den umliegenden Dörfern die Menschen und ganz besonders in den Schulen die Kinder und deren Eltern aufzuklären und für den Gorilla- und Naturschutz zu gewinnen. Aufklärungskampagnen sollen verhindern, dass die Einheimischen falsch reagieren, wenn z. B. Gorillas (die durch den Tourismus keine Scheu mehr vor Menschen haben) Felder plündern. Dafür notwendiges Informationsmaterial, z. B. mobile Displays, werden durch Mondberge zur Verfügung gestellt oder finanziert und vor Ort produziert. Und es wurde nicht nur einmalig gespendet. Mit den Erlösen aus dem Verkauf der Bücher und Kalender wird langfristig geholfen und zum Beispiel auf der Webseite darüber berichtet. Ein wesentlicher Teil der Hilfe ist auch die Übernahme von Personalkosten vor Ort.

Im Laufe der Jahre wurden Baumanpflanzungs-Aktionen ebenso unterstützt wie die Gorilla-Forschung – zum Beispiel eine Zählung, bei der Ende 2012 herauskam, dass es inzwischen wieder knapp 900 Berggorillas weltweit gibt, 100 mehr, als bis dahin vermutet. Acht Schulen sind mittlerweile in das Projekt eingebunden, die u. a. regelmäßig mit Schulmaterial wie Büchern, Papier, Stiften oder Kreide versorgt werden. Mit der Hilfe und Unterstützung sowie Kontrolle von Martha Robbins und ihren Mitarbeitern vor Ort läuft das sogenannte Great Ape Education Program (GAEP) sehr gut.


Gorillaschutz und Hilfe für die Menschen gehören zusammen

Bei einem erneuten Besuch 2011 – während einer Recherche-Reise für den Afrika-Thriller „Mondberge“ – wurde über das Krankenhaus in Buhoma gesprochen. Es ist das einzige in weitem Umkreis und somit extrem wichtig für die Bevölkerung. Bisher gab es dort keine Möglichkeit, Menschen zu röntgen. Isabel Würdig, eine der Mitreisenden, war so fasziniert von dem Projekt und der positiven Entwicklung in der kurzen Zeit, dass sie sich bei ihrem Stiefvater erkundigen wollte, ob es keine Möglichkeit gäbe, das Krankenhaus zu unterstützen. Manchmal meint das Leben es gut mit einem, der Arzt ging in Rente und hatte noch eine funktionstüchtige Ganzkörper-Röntgenanlage im Wert von 30.000 Euro, die er verkaufen wollte. Isabel konnte ihn überzeugen, die Anlage für den guten Zweck zu spenden.

Eine Schweizer Ärztin, die regelmäßig vor Ort ist, wird die Anlage betreiben und die Mitarbeiter einweisen. Es wurde extra ein Raum gebaut und ein neuer Stromanschluss gelegt, damit der Apparat vernünftig betrieben werden kann. Nach über einem Jahr der Planung, der Organisation und des dann noch mehrere Monate dauernden, spannenden Transports war es am Abend des 10. November 2013 endlich soweit: Ein 40-Fuß-Container, bis zum Rand gefüllt mit medizinischen Hilfsmitteln, erreichte das Bwindi Community Hospital im Südwesten Ugandas.

Neben der kompletten Röntgen-Anlage inkl. Ersatzteilen umfasste die Fracht weitere medizinische Hilfsmittel, u. a. für radiologische, gynäkologische, chirurgische und pädiatrische Behandlungen. Ohne das Bwindi Community Hospital müssten die Patienten aus dieser Region, auch viele Flüchtlinge aus dem Ostkongo, für eine Röntgenaufnahme weit über 400 Kilometer zurücklegen, was aus Zeit-, Kosten- und/oder Gesundheitsgründen zumeist unmöglich ist.

In den nächsten Jahren sollen weitere Dörfer und Schulen im Umkreis des Nationalparks in das GAEP-Programm eingebunden werden. Das Ziel: Kommunikation, Bildung und Gesundheit in Einklang bringen und somit das Bewusstsein der Menschen vor Ort stärken – was sich am Ende positiv auf den Wald und die Gorillas auswirkt. Doch dazu müssen zunächst einmal sämtliche Voraussetzungen verbessert werden, so zum Beispiel die Infrastruktur wie Schulgebäude mit fachgerechten Toilettenanlagen, eine erweiterte Lehrer-Ausbildung und vor allem Bücher und Schulmaterial in ausreichender Menge.

Einrichtung der Röntgenmaschine © Michael Matschuck

Zwei Geparden im CCF betrachten den Mondberge-Artenschutz-Kalender (das ist keine Fotomontage!) © Birgit Braun

Einer der letzten Bengaltiger im Ranthambore Nationalpark in Indien. © Michael Matschuck

Nicht nur Gorillas … die Zukunft von Mondberge

Mittlerweile wurden auch in anderen Ländern weitere Projekte dieser Art initiiert – immer mit dem Hintergrund, Menschen, Natur und bedrohte Arten in Einklang zu bringen. Die „Aktionsgemeinschaft Artenschutz AGA e.V.“ ist ein weiterer Partner des Mondberge-Projekts und arbeitet weltweit mit lokalen Partnerorganisationen zusammen, um Artenschutzprojekte direkt und nachhaltig umzusetzen.

In Namibia setzt sich die AGA mit dem Cheetah Conservation Fund (CCF) für den Erhalt der größten weltweit verbliebenen Gepardenpopulation ein und ermöglicht den Einsatz von Herdenschutzhunden auf einheimischen Farmen zur Vermeidung des Mensch-Wildtier-Konflikts. Mondberge unterstützt das u. a. mit dem Fotobildband „Afrikas Süden“.

Mit den Titeln „Mittel- und Südamerika – die Natur-Highlights“ und „Indien“ wird durch Mondberge den Großen Soldaten-Aras in Costa Rica und Tigern in Indien geholfen. Diese Geschichte wird fortgesetzt … Schauen Sie sich auf dieser Webseite um und nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

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